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Der Kepler-Chorverband feierte seinen 70. Geburtstag

Mit einer ungewöhnlichen Einladung zum kabarettistischen digital-analogen Geburtstags-Probenabend lud der als Kepler-Gau bekannte Chorverband seine Mitgliedsvereine und Chorfreunde ins Gasthaus Taube nach Malmsheim ein.
Mit der „Kepler-Hymne“ nach einer bekannten Volksliedmelodie und dem Text von Johannes Bair eröffneten die ca. 50 Gäste den Abend. Dabei heißt es in der Hymne: „Im Enzkreis, Ludwigsburg und Böblingen, da singt der Kepler Chorverband“, denn aus Chören dieser drei Landkreise stammen die 28 Verbands-Vereine im Altkreis Leonberg. Im „Gautagslied“ wurde besungen, wie die jährliche Mitgliederversammlung des Verbandes unter Alkoholeinfluss enden kann. Passend zu dieser Vokal-Probe konnten die Gäste bei einer alkoholfreien Bier- und Weinprobe ihre Geschmacksnerven testen.

Historische Daten und Wissenswertes über das Chorwesen wurden in einer Denkmal-Probe abgefragt. „Was für ein Baum wurde vom Druckereibesitzer Lindenberger aus Leonberg bei der Gründung des Vorgängerverbands, dem Strohgäu-Sängerbund, im Jahr 1878 auf dem Engelberg gepflanzt?“ stellte Präsidentin Angelika Puritscher die erste Frage beim Quiz. Natürlich eine Sängerlinde. Zwei weitere Denkmäler auf dem Engelberg sind die Gedenksteine von 1918 und 1947 für Gefallene.
„Ist der Name des Gründungsvorsitzenden 1947 des Sängerkreises Leonberg bekannt?“ Diese Frage nach Anton Wunderlich, dem seinerzeit allseits bekannten Chorleiter, Rektor und Bürgermeister aus Weil der Stadt war den Anwesenden nicht geläufig. Doch dass er bereits nach einem Jahr 1948 aus Verärgerung über die ungenügende Unterstützung der Vereine beim ersten Sängerfest nach der Wiedergründung sein Amt niederlegte, war dann doch etwas wunderlich. Seit dieser Zeit leiteten weitere acht Präsidenten den Verband, seit 10 Jahren repräsentieren ihn Frauen (2007 Christine Schultheiß aus Gebersheim, 2010 Angelika Puritscher aus Rutesheim).
Dass es heute in Deutschland ca. 60 Tausend Chöre gibt, die jährlich 300 Tausend Konzerte geben und damit 60 Mio. Zuschauer erreichen, zeigt die Bedeutung des Chorwesens. Nicht umsonst ist die Chormusik in deutschen Amateurchören seit 2014 als Kulturforum im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO gelistet.

Von der Denkmal- zur Vokalprobe
Jetzt konnte bei der Vokal-Probe wieder zugehört werden. Kabarettlieder, wie Kreislers „Tauben vergiften im Park“, Winni’s und Riegger’s „Mopsfledermaushymne“ sowie ein weiteres baironisches „Hessebahnlied“ oder Bair’s „Drohnenlied“ durften nicht fehlen. Dabei kamen auch die Teilnehmerinnen des eine Woche zuvor stattgefundenen Kabarettlieder-Workshops zu Wort und boten die verschiedenen Varianten auf „Die Drohn‘ vom Militär“.

Auf eine große Geduldsprobe gestellt wurden die Gäste beim 10-versigen Lied über den Eiterzahn, das eigene Erlebnislied im Italienurlaub, von einem Magstadter beschlagenen Hufschmid schwäbisch genuschelt, der sich auf seiner Zigarrenkistengitarre begleitete.

Duftproben gab es in den Tee-Variationen Adoramus Te, Benedicimus Te und Glorificamus Te. Diese in der Stille durchgeführten Geruchsproben wurden von improvisierten Te-Musikstücken begleitet. Die letzte Geduldsprobe zum Abschluss der Veranstaltung war das Aushalten der Stille, nachdem die jazzigen Musikstücke von Christoph Heckeler am Klavier verklungen waren. Denn, wie Johannes Bair den Gästen mitteilte: Die Musik kommt aus der Stille und verklingt in der Stille. Uns so konnten sich die Gäste nach einem 2-stündigen sehr speziellen Probenabend „Oifach so“ stillschweigend verabschieden.

Es gab doch tatsächlich kritische Anmerkungen, dass zu wenig selbst gesungen wurde. Hieß es doch in der Einladung „Öffentliches ErVolksliederSingen“. Für alle, die bereits von der Droge Singen infiziert sind, empfiehlt der Chorverband einen oder gleich mehrere Chöre in der wöchentlichen Chorprobe zu besuchen, um dort sein persönliches Erfolgslied zu finden.

 

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Autor: angelika am 31. Jul 2017 18:40, Rubrik: Allgemein, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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